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Berichte aus den Zügen

Männerjass reist

Männerjass

Mitte September verbrachte die Männerjass herrliche Tage in Kärnten. Heinz Wirnsberger organisierte einen abwechslungsreichen Ausflug in seine Heimat und ließ uns dort optische, kulturelle und kulinarische Highlights genießen.

Es begann alles am Donnerstag, dem 15. September 2011, um 6 Uhr mit einem Dreiecksflug von Düsseldorf über Hamburg nach Klagenfurt. Da in Hamburg frühmorgens noch nichts los war, flogen wir nach nur kurzem Aufenthalt weiter nach Klagenfurt. Erkennbar an den roten Schals strömten 14 unternehmungslustige Männerjasser aus der Flughafenhalle in einen schon bereitstehenden Bus, der uns nach Bad Kleinkirchheim brachte, wo die Wiege von Heinz stand. Unterwegs stieg am Millstätter See unser allseits bekanntes Zugmitglied Günther Orke, seines Zeichens amtierender Major des Kaarster Grenadierkorps, hinzu, der dort seinen Jahresurlaub verbrachte. Am Zielort verließen wir auf Wunsch von Heinz in alpiner Kleidung Bus und unser Gepäck. Eine ausgiebige Sternwanderung rauf und runter durch die reizvolle heimische Bergwelt – immer rechtzeitig vor akuten Erschöpfungszuständen unterbrochen durch Einkehrschwünge in lokale Begegnungsstätten und durch ein rustikales Mahl im idyllischen Hausgarten von Heinz' Schwester – endete schließlich in einem traumhaft gelegenen Berggasthof: unserer Unterkunft für die folgenden Tage, an der wir morgens und abends auch bestens mit Speis und Trank versorgt wurden. Unsere Koffer waren ja glücklicherweise vorausgefahren worden und warteten dort zu unserer Zufriedenheit bereits auf uns.

Am Freitag unternahmen wir eine Panoramafahrt durch Kärnten per Bus. Ziel und Höhepunkt im wahrsten Wortsinn: die Malta-Hochalmstraße, die uns auf über 2000 m führte. Oben angekommen erwartete uns bei klarem Himmel und herrlichem Sonnenschein eine gewaltige Talsperre, hinter der sich ein großer Stausee mit kristallklarem Wasser erstreckte. An prominenter Stelle war eine Webkamera postiert, von der wir uns natürlich zum Beweis unserer Anwesenheit ablichten ließen. Anschließend unternahmen wir bei Temperaturen von über 25°C eine Wandertour um den Stausee mit dem Besuch einer urigen Berghütte, wo Brettljausen, Kaiserschmarrn und isotonische Gerstensaftkaltschalen unsere Mägen erfreuten.

Integriert in den Ausflug wurde unser diesjähriges Zugkönigvogelschießen. Am Samstag setzte sich nach einem äußerst spannenden und angesichts der dünnen Luft auch langdauernden Schießen an lauschiger Stelle im Hochgebirge (mit Gewehr und Munition aus Österreich!) in der Finalrunde schließlich Rene Schwiete gegen Günther, Rainer, Ulli, Heinz und Axel durch.

Als René I. ist er somit nach Leo Erdtmann im Jahre 1999 unser zweiter Alpenkönig. Das Schießen und die anschließende Beköstigung unter freiem Himmel auf einer beschaulichen Bergwiese direkt neben dem Naturschießstand waren derart anstrengend, dass danach der Großteil der Männerjass den Rücktransport bergab per Planwagen mit Zugmaschine als Marscherleichterung wählte; nur die Extremsportler genossen die Wanderung talwärts in herrlich frischer Waldluft. Der Abend im Berggasthof wurde lang, denn der Übergang der Königswürde von der scheidenden Majestät Helmut II. auf René I. musste ja gebührend gefeiert werden.

Am Sonntag stand leider schon wieder die Rückreise auf dem Programm. Nach einem ausgiebigen Frühstück packten wir unsere Koffer und verabschiedeten uns von der zauberhaften Kärntner Bergwelt: nicht mit "Servus", sondern mit "Auf Wiedersehen!" Alle waren wir uns einig, dass wir in den nächsten Jahren noch einmal den Alpenkönig vor Ort ausschießen müssen: schließlich sind aller guten Dinge drei! Etwas erschöpft, aber um viele Erlebnisse reicher, kamen wir spätnachmittags zurück nach Kaarst. Ein Zugausflug endete, an den wir noch lange gern zurückdenken werden.

Axel Volker




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07.06.2018